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Technik & Industrie

 

Laserscanning

Höchste Genauigkeit mit Lasern und Punktwolken

Ob Tatort, der gesamte Kölner Dom oder auch gesamte Stadtviertel: Heutzutage kannst du Laserstrahlen einsetzen, um Objekte oder Umgebungen Punkt für Punkt abzutasten und zu vermessen. Das Verfahren des Laserscannings zählt zu den modernsten Techniken, die du dafür derzeit nutzen kannst, denn es liefert nicht nur hochgenaue Ergebnisse, sondern lässt sich auch noch vielseitig einsetzen.

Prinzipiell ist ein Laserscanner ein Lineal – aber was für eines. Seine Laserstrahlen tasten Oberflächen zeilenartig oder rasterartig ab, liefern so über das zurückreflektierte Licht eine Laufzeitmessung und können so die Entfernung und den Winkel zu einem Objekt messen. Und das erledigt der Laserscanner rasend schnell, denn in jeder Sekunde kann er die Koordinaten von Hunderttausenden Punkten bestimmen und dabei eine Genauigkeit von bis zu 0,1 Millimetern erreichen. Das Ergebnis ist eine riesige digitale Punktewolke, die anschließend als hoch aufgelöstes 3D-Modell weiterverarbeitet werden kann.

Laserscanner sind dabei quasi überall einsetzbar. Du kannst sie benutzen, um Verbrechen aufzuklären, um realistische Landschaften für Computerspiele und Filme zu erzeugen oder detaillierte dreidimensionale Gebäude- und Stadtmodelle zu erstellen. Von diesen können Architekten, Stadtplaner und Denkmalschützer gleichermaßen profitieren.

So setzen das Bundeskriminalamt sowie praktische alle Landeskriminalämter Laserscanner ein, um die Tatorte von Gewaltverbrechen und Verkehrsunfällen aufzunehmen. Der Vorteil dabei ist, dass das Verfahren berührungslos arbeitet und der Tatort selbst unverändert bleibt. Indem sie ihn abtasten, können sie quasi einen Tatort zum Mitnehmen erschaffen, um den Tathergang später möglichst lückenlos zu rekonstruieren.

Die 3D-Modelle des Laserscannings kommen aber auch häufig für grafische Zeichenprogramme und Virtual Reality Anwendungen zum Einsatz. Architekten können mit lasergescannten Innenräumen und Fassaden besser planen und auch im Denkmalschutz spielt das Laserscanning eine wichtige Rolle. Geodäten können dem Laserscanner auch einen fahrbaren Untersatz verpassen und so für Bauprojekte ganze Tunnelsysteme vermessen.

Du kannst ihn aber auch abheben lasen. Unter der Nase oder dem Rumpf eines Flugzeugs, Helikopters oder Drohne montiert, kann ein Laserscanner beispielsweise alle Gebäudehöhen einer Stadt für 3D-Stadtmodelle messen. Auch Überschwemmungsgebiete oder Waldbestände kann der Laserscanner erfassen, und dabei auch aus der Luft bis zu dreißig Punkte über einen Quadratmeter abtasten. Das ist praktisch, denn wer möchte schon jeden Baum einzeln aufnehmen?

Laserscanning kann helfen, Verkehrsunfälle zu rekonstruieren und aufzuklären.

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