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Jobportraits

 
24h

Eine Straßenkreuzung, eine kleine Gruppe von Menschen in orangefarbenen Westen und ein gelber Dreifuß im Gepäck - das ist wohl das Erste, was einem einfällt, wenn man an Geodäten im Alltag denkt. Aber das ist noch lange nicht alles; in der Geodäsie gibt es noch so viel mehr spannende Berufs- und Aufgabenfelder zu entdecken. Hier erzählen einige Geodäten von ihrem aufregenden und abwechslungsreichen Berufsalltag.  

 

Tino Helmund

Geomatiker beim Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur

Wo arbeiten Sie?
Ich bin beim Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur Wiese in Halberstadt beschäftigt.
Das Büro hat 10 Mitarbeiter.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus und was sind Ihre Aufgaben?
Ich arbeite viel an einem PC-Arbeitsplatz mit einem Geoinformationssystem und auch mit anderen Softwareprodukten. Für unterschiedliche Projekte führe ich die Geodaten von verschiedenen Datenquellen zusammen und kann diese dann miteinander kombinieren und auswerten.

In der letzten Zeit habe ich mich zum Beispiel mit alten Militärbrachflächen beschäftigt. Eine vollständige Untersuchung der gesamten Fläche wäre für den Investor zu teuer gewesen, so dass ich nur die relevanten Gefahrenbereiche ermitteln sollte. Dafür habe ich mir Luftbilder aus verschiedenen Zeitepochen, Grundstücksgrenzen und Eigentümerdaten aus dem Liegenschaftskataster und die Planungen des Investors bei verschiedenen Ansprechpartnern besorgt und in meinem Geoinformationssystem lagerichtig übereinander zur Deckung gebracht. Dann konnte ich alle Informationen miteinander kombinieren und auswerten und die daraus ermittelten Flächen grafisch darstellen sowie die berechneten Koordinaten einem Vermessungstrupp für weitere Arbeiten übergeben.

Was mögen Sie besonders an Ihrer Arbeit?
Was ist besonders interessant und spannend an Ihrem Beruf?Der Umgang mit Computern macht mir insgesamt Spaß. Ich mag die unterschiedlichen Fragestellungen, für die ich oft selbstständig den Lösungsweg finden muss. Und am Ende habe ich immer ein konkretes Ergebnis, dass dann dem Auftraggeber übergeben werden kann.

Was hat dazu motiviert, den Beruf zu ergreifen?
In der Schule gehörte Geografie zu meinen Lieblingsfächern und in der Freizeit habe ich mich viel mit Computern beschäftigt. Der Geomatiker ist ein Geo-Beruf, der auch eine Verbindung zur Informatik hat.

Welche Tipps würden Sie Schülern geben, die sich für den Beruf des Geomatikers/der Geomatikerin interessieren?
Als Schüler sollte man ein Praktikum zum Beispiel bei einem Vermessungs- oder Ingenieurbüro anfragen. Dadurch kann man den Einblick in das Arbeitsumfeld bekommen und sich eine Vorstellung von den Aufgaben eines Geomatikers machen.

Welche Eigenschaften und Fähigkeiten sind nach Ihrer Meinung für den Beruf des Geomatikers/der Geomatikerin wichtig?
Man sollte keine Berührungsängste mit Computern und der Mathematik haben, da dies in allen drei Ausbildungsjahren benötigt wird.

Welche Perspektiven bietet der Beruf des Geomatikers aus Ihrer Sicht?
Der Geomatiker ist ein neuer Beruf, der noch nicht überall etabliert ist. Da man aber auch zukünftig immer mehr Geoinformationen per Smartphone abrufen möchte, wird aus meiner Sicht in der Zukunft der Bedarf an Geomatikern zunehmen.


Zur Person

Jahrgang: 1990
Ausbildung: Geomatiker beim ÖbVermIng. Wiese
Praktische Erfahrungen: 2-wöchiges Praktikum beim ÖbVermIng. Wiese
Aktueller Job: Geodatenmanagement als Querschnittsaufgabe

Alle Portraits:

Julian Daubrawa

Systemingenieur im Bereich Navigation bei EADS Astrium

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Hans Ulrich Esch

Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur und Sachverständiger für Grundstücke

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Frank Friesecke

Projektleiter bei der STEG Stadtentwicklung GmbH / Stuttgart

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Jan Lott

Applikationsingenieur bei Automated Precision Europe GmbH

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Martin Stahr

Projektleiter und Referent für Land- und Dorfentwicklung am Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz

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Julia Sawatzki

Geomatikerin im Kataster- und Vermessungsamt des Kreises Herford

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Tino Helmund

Geomatiker beim Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur Wiese in Halberstadt

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Jan Westphal

Ingenieur (Bachelor of Science Geomatik) im Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung in Hamburg

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Holger Hustedt

Netzdatenmanagement bei der Mainova AG, dem führenden Energiedienstleister in der Rhein-Main-Region

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Jan Zimmermann

Applikationsingenieur für den Leica Builder (Bautachymeter) bei der Leica Geosystems AG, Heerbrugg (Schweiz)

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Prof. Dr. Martina Klärle

Professorin für Landmanagement in Frankfurt am Main

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Markus Brunhofer

Vermessungsoberrat an der Außenstelle Neunburg vorm Wald, zugehörig zum Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Nabburg (Bayern)

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Theresa Oster

Technische Sachbearbeiterin im Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung in Hamburg

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Tanja Beck

Projektleiterin bei EADS Astrium in München

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Karin Reimers

Immobiliengutachterin in einer Wertermittlungsgesellschaft

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