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Navigation & Mobilität

 

Google Earth und Google Maps

In einer Stunde durch Europa

Europa in fünf Tagen zu durchreisen, ist das Ziel mancher Touristen. Aber es geht sogar noch schneller: in einer Stunde - mit Google Earth. Beides kann man sicher hinterfragen, aber wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass Bilder der Erde in solcher Qualität jedem im Internet zur Verfügung stehen? Mit Google Earth wird jeder zum Fachmann für Geodäsie. Bleibt nur die Frage: Was bedeutet eigentlich 53º 33' 23" N und 13º 14' 41" E?

Warum stellt eigentlich eine Text-Suchmaschine wie Google Luft- und Satellitenbilder und Karten ins Internet, völlig kostenfrei und frei von Werbung? Die Idee stammt von einer kleinen Firma, die von Google 2004 gekauft wurde. Google Earth hat eine enorme weltweite Detailauflösung, auch wenn sie in Wüsten und der Antarktis geringer ist als in Großstädten wie New York, London oder Berlin. Sogar die Meeresoberfläche oder der Mond lassen sich betrachten. Ganz gleich wo man in Deutschland wohnt, hier kann jeder sein Haus finden.

Sucht ihr nach bestimmten Orten, Städten, Adressen, einer Hochschule, einer Firma oder dem nächsten Café? Bei Google Earth werdet ihr sie leicht und schnell finden. Ihr könnt sie markieren und euren Freunden senden. Der Download und die Benutzung sind einfach. Zur Navigation werden Steuerelemente benutzt. Besonders nützlich sind so genannte Overlays, das sind Metadaten wie Markierungen zu Hintergrundinformationen, Icons, Detailfotos und 360º-Panoramabilder oder Links.

Beispielsweise verweist das Overlay "Globales Denken" auf Orte, die von Umweltkatastrophen getroffen worden oder von solchen bedroht sind. Gebiete, denen wir unsere besondere Aufmerksamkeit widmen sollten, sind mit Landmarks fixiert. Es ist unmöglich, den gesamten Funktionsumfang von Google Earth in wenigen Absätzen zu beschreiben. Hier findet man auch einen Flugsimulator, Google Sky, Sonnenstandsfunktionen und 3D-Ansichten von Gebäuden und einzelnen Städten. 

Für Google Street View fahren zurzeit viele PKW mit Kameras durch die Städte, um ganze Straßenzüge im Web abzubilden. Mit ein wenig Übung könnt ihr das auch: Zeichnet mit SketchUp ein dreidimensionales Gebäude und stellt es in Google Earth ein. Das ist das Wesen des Web 2.0! Der Unterschied zwischen Google Earth und Google Maps liegt in der Darstellung der Rauminformation als Satellitenbilder oder als Karten. Alle Daten sind frei verfügbar, aber nicht frei nutzbar. Ein ähnlicher Service wie Google Earth ist zum Beispiel Nasa World Wind oder Open Street Map.

Und 53º 33' 23" N und 13º 14' 41" E? Das sind die geographischen Koordinaten in der Einheit Grad. Ganz unten auf dem Fenster von Google Earth könnt ihr die Firmen finden, die die Urheberrechte an den Bildern der Fernerkundung besitzen, dazu die aktuelle Sichthöhe und das Aufnahmedatum.

Sind jetzt noch Fragen offen? Dann erfahrt ihr alles weitere in einer Vorlesung der Geodäsie oder Geoinformatik!

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