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Jobportraits

 
24h

Eine Straßenkreuzung, eine kleine Gruppe von Menschen in orangefarbenen Westen und ein gelber Dreifuß im Gepäck - das ist wohl das Erste, was einem einfällt, wenn man an Geodäten im Alltag denkt. Aber das ist noch lange nicht alles; in der Geodäsie gibt es noch so viel mehr spannende Berufs- und Aufgabenfelder zu entdecken. Hier erzählen einige Geodäten von ihrem aufregenden und abwechslungsreichen Berufsalltag.  

 

Dipl.-Ing. Martin Stahr

Projektleiter und Referent für Land- und Dorfentwicklung am Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz

Wo arbeiten Sie und was ist dort ihre Aufgabe?
Ich arbeite beim Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz. Seit der Verlagerung der Behörde ist unser Dienstsitz in Tirschenreuth.  Als Vorsitzender unterstütze und berate ich die Teilnehmergemeinschaften bei der Durchführung von Flurneuordnungs- oder Dorferneuerungsverfahren. Ich führe Abstimmungsgespräche mit Gemeinden sowie anderen Fachstellen und informiere die Bürger über das Portfolio der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung.

Was haben Sie letzte Woche in Ihrem Job gemacht?
Die Woche war gefüllt mit den unterschiedlichsten Aufgaben: Erstellung eines Aktenvermerkes zu einer Besprechung mit verschiedenen Fachstellen, Schreiben zahlreicher Stellungnahmen zu Bauvorhaben und Flächennutzungsplanänderung, Erstellung einer Präsentation und eines Informationsflyers für ein Dorferneuerungsverfahren oder die Zusammenstellung der notwendigen Unterlagen zur Förderung des ländlichen Kernwegenetzes.  Ich hatte zusammen mit acht Vorstandsmitgliedern einen Ortstermin zur Landschaftsplanung in einem Flurneuordnungsverfahren. Und schließlich endete die Woche mit einem Abstimmungsgespräch mit den Vertretern einer Stadt, um die weiteren Baumaßnahmen in einer Dorferneuerung festzulegen.

Was mögen Sie besonders an Ihrer Arbeit? Was ist besonders interessant und spannend an Ihrem Beruf?
Als Projektleiter am Amt für Ländlichen Entwicklung habe ich die ideale Mischung aus Innen- und Außendiensttagen. Mir war wichtig, dass ich nach dem Studium/Referendariat nicht nur hinter dem Schreibtisch sitze, sondern die Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum verbessern kann. Ich arbeite mit und für die Menschen. Es gleicht kein Tag dem anderen, da immer wieder neue Aufgaben und Herausforderungen zu bewältigen sind. Ich kann eigenverantwortlich und selbstständig arbeiten. Und genau deshalb finde ich meinen Beruf sehr spannend und interessant.

Was hat dazu motiviert, den Beruf zu ergreifen?
Bereits im Studium interessierte mich das Thema „Landmanagement“, da es nicht nur um die Ressource Boden ging, sondern um die Heimat von vielen Menschen. Spannend macht den Beruf die Möglichkeit an der Gestaltung oder Aktivierung der ländlichen Räume mitzuwirken, die Bewirtschaftungsbedingungen der Landwirte zu verbessern, sich mit Bürgermeistern, Vertretern von unterschiedlichen Behörden, Verbänden, Vereinen und vor allem den betroffenen Bürgern abzustimmen und die gemeinsamen Planungen umzusetzen.

Wie sieht Ihr Werdegang in Ausbildung und Beruf bis jetzt aus?
Nach dem Studium der Geodäsie & Geoinformation in München habe ich im November 2013 das zweijährige Referendariat begonnen. Mit dem erfolgreichen Ablegen der Staatsprüfung fiel für mich im Oktober 2015 die Entscheidung für die Verwaltung der Ländlichen Entwicklung und das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz.


Zur Person:

Jahrgang: 1987
Studium: Geodäsie & Geoinformation an der Universität in München
Spezialisierung: Angewandte Geodäsie & Landmanagement

Alle Portraits:

Julian Daubrawa

Systemingenieur im Bereich Navigation bei EADS Astrium

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Hans Ulrich Esch

Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur und Sachverständiger für Grundstücke

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Frank Friesecke

Projektleiter bei der STEG Stadtentwicklung GmbH / Stuttgart

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Jan Lott

Applikationsingenieur bei Automated Precision Europe GmbH

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Martin Stahr

Projektleiter und Referent für Land- und Dorfentwicklung am Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz

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Julia Sawatzki

Geomatikerin im Kataster- und Vermessungsamt des Kreises Herford

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Tino Helmund

Geomatiker beim Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur Wiese in Halberstadt

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Jan Westphal

Ingenieur (Bachelor of Science Geomatik) im Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung in Hamburg

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Holger Hustedt

Netzdatenmanagement bei der Mainova AG, dem führenden Energiedienstleister in der Rhein-Main-Region

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Jan Zimmermann

Applikationsingenieur für den Leica Builder (Bautachymeter) bei der Leica Geosystems AG, Heerbrugg (Schweiz)

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Prof. Dr. Martina Klärle

Professorin für Landmanagement in Frankfurt am Main

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Markus Brunhofer

Vermessungsoberrat an der Außenstelle Neunburg vorm Wald, zugehörig zum Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Nabburg (Bayern)

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Theresa Oster

Technische Sachbearbeiterin im Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung in Hamburg

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Tanja Beck

Projektleiterin bei EADS Astrium in München

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Karin Reimers

Immobiliengutachterin in einer Wertermittlungsgesellschaft

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