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Jobportraits

 
24h

Eine Straßenkreuzung, eine kleine Gruppe von Menschen in orangefarbenen Westen und ein gelber Dreifuß im Gepäck - das ist wohl das Erste, was einem einfällt, wenn man an Geodäten im Alltag denkt. Aber das ist noch lange nicht alles; in der Geodäsie gibt es noch so viel mehr spannende Berufs- und Aufgabenfelder zu entdecken. Hier erzählen einige Geodäten von ihrem aufregenden und abwechslungsreichen Berufsalltag.  

 

Tanja Beck

Projektleiterin bei EADS Astrium in München

Wo arbeiten Sie und was ist Ihre Aufgabe?
Ich bin Projektleiterin einer internationalen Studie für ESA (European Space Agency), bei der eine zukünftige Architektur von Galileo untersucht wird. Schwerpunkt der Studie ist die Verbesserung der Leistungen von Galileo für den Nutzer. Dazu werden neue Systemkonzepte und neue Technologien im Space- und Bodensegment untersucht. Und ich arbeite als System-Ingenieurin für Satellitennavigation im Galileo System Support Team mit, in dem ich mehrere Jahre für die Entwicklung eines System Volume Simulators verantwortlich war und derzeit die Durchführungen von System Performance Analysen mit diesem Simulator koordiniere.

Was haben Sie letzte Woche in Ihrem Job gemacht? Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?
Ich habe Ergebnisse überprüft und Dokumente für die finale Lieferung der Architekturstudie überarbeitet sowie letzte Feinabstimmungen mit den dazugehörigen Partnern vorgenommen. Um die Studienergebnisse auf dem 'Industry Presentation Day' bei der ESA vorstellen zu können, habe ich angefangen, eine Präsentation vorzubereiten. Außerdem sitze ich gerade an technischen Ausarbeitungen für das Angebot an die ESA für die letzte Ausbauphase von Galileo und ich koordiniere System Performance Analysen mit Daten der ersten Galileo Satelliten (GIOVE A und B).

Was mögen Sie besonders an Ihrer Arbeit? Was ist besonders interessant und spannend an Ihrem Beruf?
Ich schätze vor allem die Zusammenarbeit mit Menschen verschiedener Nationalitäten. In Projekten wie auch im Astrium Team selbst arbeiten z.B. Franzosen, Spanier, Engländer und Italiener. Und ich mag die spannenden Aufgaben im Bereich Raumfahrt und die damit verbundenen Herausforderungen.

Was hat Sie dazu motiviert, den Beruf zu ergreifen?
Das spannende nicht alltägliche Aufgabengebiet, das internationale Arbeiten, die sehr gute Teamarbeit innerhalb der Navigationsabteilung bei Astrium (ich habe vorher in der Abteilung meine Diplomarbeit gemacht) und die Weiterentwicklungsmöglichkeiten im technischen wie auch im Management-Bereich. 

Verraten Sie uns Ihr Motto oder Ihre Lebensphilosophie?
Ich habe eigentlich kein Motto. Wichtig ist der Spaß am Leben und dass man möglichst wenig Zeit mit Dingen verschwendet, die man nicht gerne macht. Somit ist es sehr wichtig, auch Spaß an und in der Arbeit zu haben, sich also die richtige Arbeit zu suchen, die einem aber auch Freiraum für ein Privatleben gibt.

Welche Tips würden Sie Schülern geben, die sich für den Ingenieurberuf interessieren?
Sammelt möglichst viel praktische Erfahrung, arbeitet viel bei Firmen mit, um a) euch selbst ein Bild zu machen, in welchem Bereich ihr später arbeiten möchtet und um b) ein "Bein in der Tür" zu haben für Studien- oder Diplomarbeiten und auch für eine spätere Anstellung. Ist man in einer Firma bereits bekannt und hat schon durch gute Arbeit überzeugt, ist es wesentlich leichter, dort auch einen Job zu bekommen. Wichtig sind auch Auslandsaufenthalte im englischsprachigen Raum. In den meisten Ingenieurberufen wird täglich englisch gesprochen, bzw. sind fast alle Dokumente wie auch die Fachliteratur in Englisch verfasst.


Zur Person

Jahrgang: 1974
Studium: Studium der Geodäsie an der TH Karlsruhe, Abschluss Diplom-Ingenieurin
Spezialisierung:Software Entwicklung - Performance Volume Simulator für Galileo, Untersuchung der System-Leistungsfähigkeit von Galileo, Untersuchung der ersten Daten von GIOVE A/B, Projektleiterin und System-Ingenieurin für Satellitennavigation bei EADS Astrium, Stellvertretende Abteilungsleiterin ANE12
Praktische Erfahrungen: 9 Jahre als System-Ingenieurin für Satellitennavigation - Schwerpunkt: Galileo, 2 Jahre Projektleitung
Aktueller Job:System-Ingenieurin für Satellitennavigation bei EADS Astrium

Alle Portraits:

Julian Daubrawa

Systemingenieur im Bereich Navigation bei EADS Astrium

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Hans Ulrich Esch

Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur und Sachverständiger für Grundstücke

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Frank Friesecke

Projektleiter bei der STEG Stadtentwicklung GmbH / Stuttgart

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Jan Lott

Applikationsingenieur bei Automated Precision Europe GmbH

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Martin Stahr

Projektleiter und Referent für Land- und Dorfentwicklung am Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz

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Julia Sawatzki

Geomatikerin im Kataster- und Vermessungsamt des Kreises Herford

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Tino Helmund

Geomatiker beim Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur Wiese in Halberstadt

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Jan Westphal

Ingenieur (Bachelor of Science Geomatik) im Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung in Hamburg

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Holger Hustedt

Netzdatenmanagement bei der Mainova AG, dem führenden Energiedienstleister in der Rhein-Main-Region

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Jan Zimmermann

Applikationsingenieur für den Leica Builder (Bautachymeter) bei der Leica Geosystems AG, Heerbrugg (Schweiz)

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Prof. Dr. Martina Klärle

Professorin für Landmanagement in Frankfurt am Main

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Markus Brunhofer

Vermessungsoberrat an der Außenstelle Neunburg vorm Wald, zugehörig zum Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Nabburg (Bayern)

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Theresa Oster

Technische Sachbearbeiterin im Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung in Hamburg

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Tanja Beck

Projektleiterin bei EADS Astrium in München

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Karin Reimers

Immobiliengutachterin in einer Wertermittlungsgesellschaft

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