Laserscanning
Tatort-Rekonstruktion mit modernen Vermessungsgeräten
Laserscanner sind aus der modernen Tatort-Rekonstruktion nicht mehr wegzudenken. Die Technologie aus Hollywoodserien wie "CSI Miami" entspricht weitgehend dem heutigen kriminalistischen Alltag.
Das Bundeskriminalamt und praktisch alle Landeskriminalämter in Deutschland setzen heute schon routinemäßig Laserscanner zur Rekonstruktion von Gewaltverbrechen und Verkehrsunfällen ein. Seit vielen Jahrzehnten werden Tatorte mit technisch-wissenschaftlichen Methoden erfasst und dokumentiert. Das Hauptziel ist nahe liegend: eine möglichst lückenlose und hypothesenfreie Rekonstruktion des Tathergangs. Zur Erfassung der Geometrie wurden früher primitive Werkzeuge wie Zollstöcke und Messbänder genutzt. Heute kommen die modernsten Messsysteme des Geodäten auch in der Kriminalistik zum Einsatz: Tachymeter, GNSS-Empfänger, Digitalkameras und vor allem terrestrische Laserscanner. Letztere bieten den großen Vorteil der schnellen und sehr detailreichen Erfassung komplexer Tatortszenen. Besonders wichtig dabei ist, dass das gesamte Verfahren berührungslos arbeitet und somit der Tatort selbst unverändert bleibt.
Vermessungsspezialisten der Landeskriminalämter rekonstruieren im Anschluss an die Datenerfassung den Tathergang am Computer. So sind z.B. bei Schusswaffendelikten die Orte von großer Bedeutung, von denen aus die Schüsse abgegeben wurden. Endergebnisse sind CAD-Zeichnungen, perspektivisch-korrekte Ansichten oder 3D-Animationen, welche der Staatsanwaltschaft und dem Richter als wichtiges Beweismaterial zur Verfügung gestellt werden.