Job Profil_24Stunden

clock

Eine Straßenkreuzung, eine kleine Gruppe von Menschen in orangefarbenen Westen und ein gelber Dreifuß im Gepäck - das ist wohl das Erste, was einem einfällt, wenn man an Geodäten im Alltag denkt. Aber das ist noch lange nicht alles; in der Geodäsie gibt es noch so viel mehr spannende Berufs- und Aufgabenfelder zu entdecken. Hier erzählen einige Geodäten von ihrem aufregenden und abwechslungsreichen Berufsalltag.  


 

Karin Reimers

Immobiliengutachterin in einer Wertermittlungsgesellschaft

karin reimers

Was sind die Aufgaben in Ihrem Job?
Ich arbeite als Immobiliengutachterin in einer Wertermittlungsgesellschaft, einer Tochtergesellschaft einer Hypothekenbank. Ich bin für das Berliner Büro die fachliche Leiterin. Ich bearbeite Markt- und Beleihungswertgutachten für alle Arten von Immobilien (von der Abfertigungshalle bis zum Zweifamilienhaus) in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg. Unsere Auftraggeber sind verschiedene Bankinstitute, die Kredite für Immobilien bewilligen wollen oder Privatpersonen, die ihre Immobilien verkaufen, vererben oder aufteilen möchten.

Was haben Sie letzte Woche in Ihrem Job gemacht? Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?
Ich habe für eine routinemäßige Aktualisierung des Markt- und Beleihungswertes eine innerstädtische Immobilie mit einer Mietfläche von rd. 67.000 m² und verschiedenen Nutzungen wie Hotel, Büro-, Wohn-, Freizeit- und Einzelhandelsflächen besichtigt und die Mieterträge überprüft. Außerdem habe ich ein Beleihungs- und Marktwertgutachten für das erste energetisch sanierte Wohnhaus einer Wohnungsbaugesellschaft mit 530 Wohnungen in einer Berliner Trabantensiedlung fertig gestellt.
Und nebenbei haben wir unsere neuen Büroräume in der 4. Etage eingeweiht. Dabei gab es nette Gespräche mit den Kollegen und Auftraggebern unserer Mutterbank.

Was ist besonders interessant und spannend an Ihrem Beruf?
Ich finde die Auseinandersetzung mit Gebäudearten und -strukturen verschiedener Baujahre, in unterschiedlichen Ortslagen, ihre Entwicklungsmöglichkeiten für die Eigentümer, Bewohner und Nutzer sowie die damit zusammenhängende Beurteilung von Immobilienmarktentwicklungen besonders interessant. Dadurch bekommt die "nicht bewegliche Sache Immobilie" für mich eine ganz eigene Dynamik.

Was mögen Sie besonders an Ihrer Arbeit?
Neben dem Blick auf "Beton und Steine" ist mir der persönliche Kontakt mit Menschen - also mit den Auftraggebern, Eigentümern, Käufern, Investoren, Projektbeteiligten und Nutzern - sehr wichtig.
Für die Abläufe im Büro habe ich eine regelmäßige Teambesprechung eingerichtet, bei der wir uns über Probleme austauschen können, um eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen und beizubehalten.

 Was waren Meilensteine (Projekte, Ereignisse) in Ihrem beruflichen Werdegang?
Meine Projektleitung für den städtebaulichen Entwicklungsbereich, weil ich dabei die stadtplanerischen Möglichkeiten für einen Stadtteil erkennen und teilweise beratend begleiten konnte.
Meine Qualifizierung als zertifizierte Gutachterin und die bestandene Aufnahmeprüfung in das internationale Netzwerk der RICS, da mir bewusst wurde, dass man auch nach dem Studium immer noch viel dazulernen kann.
Die Bewertung eines sehr großen Bauprojektes in exponierter Lage von Berlin mit einem Marktwert in dreistelliger Millionenhöhe. Es war der Einstiegsauftrag bei meinem aktuellen neuen Job und ich musste alle Register meines bisher erlangten Wissens ziehen.

Welche Eigenschaften und Fähigkeiten sind nach Ihrer Meinung hilfreich für den Ingenieurberuf?
Analytisches und strukturiertes Denken, räumliche Vorstellungskraft, die Fähigkeit mit Zahlen umzugehen, über den Tellerrand hinaus zu blicken, sich mit anderen Berufszweigen verständigen zu können, da es immer viele Schnittstellen gibt.

 Wo liegt Ihrer Meinung nach die Zukunft der Geodäsie?
In der Verbindung mit anderen Berufszweigen, denn die Geodaten bilden für viele Bereich die Grundlage des Handelns und auch des Handels. Nicht nur bei Immobilien. Ohne die richtige Karte, ist für mich eine Immobilie in der Lage nicht einzuordnen. Ohne die richtigen Grundrisse eines Gebäudes ist eine Ermittlung von Erträgen und Werten einer Immobilie nur ungenau möglich.
Zur Person

Jahrgang: 1965
Studium: Studium an der TU Berlin,
Referendariat bei der Senatsverwaltung Stadtentwicklung in Berlin
Spezialisierung: Zertifizierung zur Immobiliengutachterin CIS HypZert (F),
Aufnahme- und Prüfungsverfahren (APC - Assessment of Professional Competence) als MRICS (Member of Royal Institution of Chartered Surveyors)
Praktische Erfahrungen: 1 Jahr Ingenieurin in einer Sozietät von Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren (ÖbVI) nach dem Studienabschluss;
12 Jahre leitende Angestellte in der ÖbVI-Sozietät mit verschiedenen Tätigkeiten;
nach dem Referendariat 3 Jahre Projektleiterin Grundstücksvermessung und Liegenschaftskataster;
7 Jahre Projektleiterin für Vermessung in "Städtebaulichen Entwicklungsbereichen";
3 Jahre Büroleiterin;
7 Jahre Sachverständige und Immobiliengutachterin sowie Teamleiterin für Beleihungswertermittlung
Aktueller Job: Seit 10 Monaten Immobiliengutachterin und Fachliche Leiterin des Berliner Büros der VR WERT GmbH

Alle Portraits:

Jan Lott

Applikationsingenieur bei Automated Precision Europe GmbH

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Hans Ulrich Esch

Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur und Sachverständiger für Grundstücke

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Julian Daubrawa

Systemingenieur im Bereich Navigation bei EADS Astrium

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Frank Friesecke

Projektleiter bei der STEG Stadtentwicklung GmbH / Stuttgart

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Martin Stahr

Projektleiter und Referent für Land- und Dorfentwicklung am Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz

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Tino Helmund

Geomatiker beim Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur Wiese in Halberstadt

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Prof. Dr. Martina Klärle

Professorin für Landmanagement in Frankfurt am Main

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Jan Westphal

Ingenieur (Bachelor of Science Geomatik) im Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung in Hamburg

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Jan Zimmermann

Applikationsingenieur für den Leica Builder (Bautachymeter) bei der Leica Geosystems AG, Heerbrugg (Schweiz)

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Julia Sawatzki

Geomatikerin im Kataster- und Vermessungsamt des Kreises Herford

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Holger Hustedt

Netzdatenmanagement bei der Mainova AG, dem führenden Energiedienstleister in der Rhein-Main-Region

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Theresa Oster

Technische Sachbearbeiterin im Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung in Hamburg

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Markus Brunhofer

Vermessungsoberrat an der Außenstelle Neunburg vorm Wald, zugehörig zum Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Nabburg (Bayern)

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Projektleiterin bei EADS Astrium in München

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Karin Reimers

Immobiliengutachterin in einer Wertermittlungsgesellschaft

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Job Profil_24Stunden

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Eine Straßenkreuzung, eine kleine Gruppe von Menschen in orangefarbenen Westen und ein gelber Dreifuß im Gepäck - das ist wohl das Erste, was einem einfällt, wenn man an Geodäten im Alltag denkt. Aber das ist noch lange nicht alles; in der Geodäsie gibt es noch so viel mehr spannende Berufs- und Aufgabenfelder zu entdecken. Hier erzählen einige Geodäten von ihrem aufregenden und abwechslungsreichen Berufsalltag.  


 

Theresa Oster

Technische Sachbearbeiterin im Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung in Hamburg

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Wo arbeiten Sie und was ist dort ihre Aufgabe?
Ich arbeite im Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung in Hamburg, wo ich auch schon meinen Vorbereitungsdienst für den gehobenen technischen Verwaltungsdienst als Technische Oberinspektor-Anwärterin absolviert habe. Seit dem Abschluss dieser Ausbildung bin ich im Bereich der Liegenschaftsvermessung tätig. Dort bin ich hauptsächlich für Grenzherstellungen, Zerlegungsvermessungen und Grenzanweisungen, aber auch für Gebäudeeinmessungen zuständig.

Was haben Sie letzte Woche in ihrem Job gemacht?
Mein Job besteht aus einer Kombination aus Außen- und Innendienst. Letzte Woche habe ich verschiedene Aufträge vorbereitet. Zunächst habe ich eine Bauabsteckung berechnet und anschließend Gebäudeeinmessungen und eine Zerlegungsvermessung vorbereitet. Die Feinabsteckung des Einzelhauses habe ich am nächsten Tag gemeinsam mit den Kollegen meines Vermessungstrupps auf dem Grundstück durchgeführt. Des Weiteren haben wir ein Flurstück, welches mit einem Doppelhaus bebaut werden soll, zerlegt. Der Grenztermin fand im Anschluss mit allen Beteiligten statt. Die Gebäudeeinmessung hierzu folgt dann, wenn die Baumaßnahmen beendet sind.

Was mögen Sie besonders an Ihrer Arbeit? Was ist besonders interessant und spannend an Ihrem Beruf?
An meinem Tätigkeitsbereich gefällt mir die Abwechslung von Innen/- und Außendienst, im Grunde die einzige Routine. Jeder Fall ist einzigartig und hinter vielen verbergen sich anspruchsvolle Herausforderungen. Neben der täglichen Kooperation mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Bereichen fördert darüber hinaus auch der Umgang mit Kunden Flexibilität und Einfühlungsvermögen. Ich erhoffe mir, dass ich später die Möglichkeit erhalte, auch andere Tätigkeiten im Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung übernehmen und mich somit beruflich weiterentwickeln zu können.

Was hat dazu motiviert, den Beruf zu ergreifen?
In meiner Schulzeit hatte ich die Leistungskurse Mathematik und Erdkunde. Ich habe also etwas gesucht, was sich mit meinen Stärken vereinbaren lässt. Da bereits mein Vater in diesem Bereich tätig war, kam ich auf die Idee, dass dieser Beruf ganz gut zu mir passen könnte.

Wie sieht Ihr Werdegang in Ausbildung und Beruf bis jetzt aus?
Im Anschluss an mein Abitur in Bonn habe ich mich für eine Ausbildung zur Vermessungstechnikerin im Landesvermessungsamt des Landes Nordrhein-Westfalen entschieden. Schon während meiner Ausbildung habe ich dann gemerkt, welches Spektrum dieses Berufsfeld aufweist und das in vielen Bereichen gute Möglichkeiten bestehen, sich weiterzuentwickeln. Der Beruf lag mir. Daher habe ich mich auch für eine Weiterqualifikation entschieden. Mein Studium zum "Bachelor of Engineering" habe ich anschließend in Bochum im Fachbereich Geodäsie, Studiengang Vermessung absolviert. Während meiner Ausbildung als Technische Oberinspektor-Anwärterin in Hamburg konnte ich alle Bereiche des amtlichen Vermessungswesens einer Großstadt kennenlernen.


Zur Person

Jahrgang: 1985
Ausbildung: Landesvermessungsamt NRW
Studium: Hochschule Bochum
Spezialisierung: Vorbereitungsdienst bei der Freien und Hansestadt Hamburg; amtliches Vermessungswesen
Praktische Erfahrungen: Praxissemester bei Airbus; Tätigkeit bei einem ÖbVI

Alle Portraits:

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Ingenieur (Bachelor of Science Geomatik) im Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung in Hamburg

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Theresa Oster

Technische Sachbearbeiterin im Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung in Hamburg

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Markus Brunhofer

Vermessungsoberrat an der Außenstelle Neunburg vorm Wald, zugehörig zum Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Nabburg (Bayern)

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Tanja Beck

Projektleiterin bei EADS Astrium in München

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Karin Reimers

Immobiliengutachterin in einer Wertermittlungsgesellschaft

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Eine Straßenkreuzung, eine kleine Gruppe von Menschen in orangefarbenen Westen und ein gelber Dreifuß im Gepäck - das ist wohl das Erste, was einem einfällt, wenn man an Geodäten im Alltag denkt. Aber das ist noch lange nicht alles; in der Geodäsie gibt es noch so viel mehr spannende Berufs- und Aufgabenfelder zu entdecken. Hier erzählen einige Geodäten von ihrem aufregenden und abwechslungsreichen Berufsalltag.  


 

Dipl.-Ing. Markus Brunhofer

Vermessungsoberrat an der Außenstelle Neunburg vorm Wald, zugehörig zum Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Nabburg (Bayern)

Brunhofer210x158

Wo arbeiten Sie und was ist dort ihre Aufgabe?
Ich leite seit März 2016 die Außenstelle Neunburg vorm Wald mit drei Mitarbeiterinnen und acht Mitarbeitern. Meine Hauptaufgabe besteht darin, Katastervermessungen und Gebäudeeinmessungen im zuständigen Amtsbezirk der Außenstelle zu koordinieren und sicherzustellen. Hierfür stehen mir zwei Vermessungsgruppen und eine Messgruppe zur Gebäudeeinmessung zur Verfügung. Ich kommuniziere täglich mit Bürgern, Kommunen und anderen Behörden.
Darüber hinaus kümmere ich mich als Ausbildungsleiter der Referendare um die schrittweise Heranführung der Referendare an die täglichen Aufgaben im Außen- und Innendienst.
In meiner leitenden Position bin ich zudem verantwortlich für die Betreuung der Kommunen im Förderverfahren des Breitbandausbaus in Bayern.
(Bild: Markus Brunhofer (Mitte) mit den Referendaren Wolfgang Zahn (links) und  Franz Fraitzl (rechts)  bei einer Grenzfeststellung)

Was haben Sie letzte Woche in ihrem Job gemacht?
Aufgrund der aktuellen Bauhochkonjunktur ist die Auftragslage bei den bayerischen Vermessungsämtern sehr hoch, das spüre ich auch an meiner Außenstelle und dies erforderte letzte Woche meinen vollen Einsatz bei der Durchführung von mehreren dringenden Grundstückszerlegungen im städtischen Bereich und einer umfangreichen Grenzfeststellung in einem Waldgebiet.
Wie jede Woche begleitete ich die Referendare im Außendienst und leitete sie bei einer Grenzfeststellung an. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchsgewinnung führte ich zusammen mit den Referendaren im Rahmen der „Bayerischen Woche der Geodäsie“ eine Informationsveranstaltung für Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse eines Gymnasiums durch.

Was hat Sie dazu motiviert, den Beruf zu ergreifen?
Zum einen waren das die Inhalte meines Geodäsie Studiums, bei denen ich bereits ausführlich mit den Themen Landesvermessung und Liegenschaftskataster in Berührung kam. Zwei Praktika an bayerischen Vermessungsämtern haben schließlich meine Erwartungen an diesen Beruf weiter bestätigt. Zudem kannte ich durch meine 12-jährige Dienstzeit bei der Bundeswehr die Verwaltungsaufgaben an staatlichen Behörden sehr gut. In dieser Zeit hatte ich bereits mehrmals Führungsaufgaben übernommen, welche ich schließlich in der Vermessungsverwaltung zum Einsatz bringen wollte.


Zur Person

Jahrgang: 1980
Ausbildung: Offizierslaufbahn bei der Bundeswehr von 2000 bis 2011
Referendariat 2011 bis 2013 für den Einstieg in der vierten Qualifikationsebene in den fachlichen Schwerpunkten Vermessung und Geoinformation sowie Ländliche Entwicklung

Studium: Studium der Geodäsie und Geoinformation von 2003 bis 2007 an der Universität der Bundeswehr in Neubiberg

Beruflicher Werdegang: Stellvertretender Amtsleiter am Amt für Digitalisierung Breitband und Vermessung Freising von 2013 bis 2016
Aktueller Job: Leiter der Außenstelle Neunburg vorm Wald des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Nabburg (Bayern)

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Systemingenieur im Bereich Navigation bei EADS Astrium

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Projektleiter bei der STEG Stadtentwicklung GmbH / Stuttgart

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Projektleiter und Referent für Land- und Dorfentwicklung am Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz

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Geomatiker beim Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur Wiese in Halberstadt

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Prof. Dr. Martina Klärle

Professorin für Landmanagement in Frankfurt am Main

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Ingenieur (Bachelor of Science Geomatik) im Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung in Hamburg

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Applikationsingenieur für den Leica Builder (Bautachymeter) bei der Leica Geosystems AG, Heerbrugg (Schweiz)

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Geomatikerin im Kataster- und Vermessungsamt des Kreises Herford

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Theresa Oster

Technische Sachbearbeiterin im Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung in Hamburg

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Markus Brunhofer

Vermessungsoberrat an der Außenstelle Neunburg vorm Wald, zugehörig zum Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Nabburg (Bayern)

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Tanja Beck

Projektleiterin bei EADS Astrium in München

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Immobiliengutachterin in einer Wertermittlungsgesellschaft

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Eine Straßenkreuzung, eine kleine Gruppe von Menschen in orangefarbenen Westen und ein gelber Dreifuß im Gepäck - das ist wohl das Erste, was einem einfällt, wenn man an Geodäten im Alltag denkt. Aber das ist noch lange nicht alles; in der Geodäsie gibt es noch so viel mehr spannende Berufs- und Aufgabenfelder zu entdecken. Hier erzählen einige Geodäten von ihrem aufregenden und abwechslungsreichen Berufsalltag.  


 

Tanja Beck

Projektleiterin bei EADS Astrium in München

tanja beck

Wo arbeiten Sie und was ist Ihre Aufgabe?
Ich bin Projektleiterin einer internationalen Studie für ESA (European Space Agency), bei der eine zukünftige Architektur von Galileo untersucht wird. Schwerpunkt der Studie ist die Verbesserung der Leistungen von Galileo für den Nutzer. Dazu werden neue Systemkonzepte und neue Technologien im Space- und Bodensegment untersucht. Und ich arbeite als System-Ingenieurin für Satellitennavigation im Galileo System Support Team mit, in dem ich mehrere Jahre für die Entwicklung eines System Volume Simulators verantwortlich war und derzeit die Durchführungen von System Performance Analysen mit diesem Simulator koordiniere.

Was haben Sie letzte Woche in Ihrem Job gemacht? Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?
Ich habe Ergebnisse überprüft und Dokumente für die finale Lieferung der Architekturstudie überarbeitet sowie letzte Feinabstimmungen mit den dazugehörigen Partnern vorgenommen. Um die Studienergebnisse auf dem 'Industry Presentation Day' bei der ESA vorstellen zu können, habe ich angefangen, eine Präsentation vorzubereiten. Außerdem sitze ich gerade an technischen Ausarbeitungen für das Angebot an die ESA für die letzte Ausbauphase von Galileo und ich koordiniere System Performance Analysen mit Daten der ersten Galileo Satelliten (GIOVE A und B).

Was mögen Sie besonders an Ihrer Arbeit? Was ist besonders interessant und spannend an Ihrem Beruf?
Ich schätze vor allem die Zusammenarbeit mit Menschen verschiedener Nationalitäten. In Projekten wie auch im Astrium Team selbst arbeiten z.B. Franzosen, Spanier, Engländer und Italiener. Und ich mag die spannenden Aufgaben im Bereich Raumfahrt und die damit verbundenen Herausforderungen.

Was hat Sie dazu motiviert, den Beruf zu ergreifen?
Das spannende nicht alltägliche Aufgabengebiet, das internationale Arbeiten, die sehr gute Teamarbeit innerhalb der Navigationsabteilung bei Astrium (ich habe vorher in der Abteilung meine Diplomarbeit gemacht) und die Weiterentwicklungsmöglichkeiten im technischen wie auch im Management-Bereich. 

Verraten Sie uns Ihr Motto oder Ihre Lebensphilosophie?
Ich habe eigentlich kein Motto. Wichtig ist der Spaß am Leben und dass man möglichst wenig Zeit mit Dingen verschwendet, die man nicht gerne macht. Somit ist es sehr wichtig, auch Spaß an und in der Arbeit zu haben, sich also die richtige Arbeit zu suchen, die einem aber auch Freiraum für ein Privatleben gibt.

Welche Tips würden Sie Schülern geben, die sich für den Ingenieurberuf interessieren?
Sammelt möglichst viel praktische Erfahrung, arbeitet viel bei Firmen mit, um a) euch selbst ein Bild zu machen, in welchem Bereich ihr später arbeiten möchtet und um b) ein "Bein in der Tür" zu haben für Studien- oder Diplomarbeiten und auch für eine spätere Anstellung. Ist man in einer Firma bereits bekannt und hat schon durch gute Arbeit überzeugt, ist es wesentlich leichter, dort auch einen Job zu bekommen. Wichtig sind auch Auslandsaufenthalte im englischsprachigen Raum. In den meisten Ingenieurberufen wird täglich englisch gesprochen, bzw. sind fast alle Dokumente wie auch die Fachliteratur in Englisch verfasst.


Zur Person

Jahrgang: 1974
Studium: Studium der Geodäsie an der TH Karlsruhe, Abschluss Diplom-Ingenieurin
Spezialisierung: Software Entwicklung - Performance Volume Simulator für Galileo, Untersuchung der System-Leistungsfähigkeit von Galileo, Untersuchung der ersten Daten von GIOVE A/B, Projektleiterin und System-Ingenieurin für Satellitennavigation bei EADS Astrium, Stellvertretende Abteilungsleiterin ANE12
Praktische Erfahrungen: 9 Jahre als System-Ingenieurin für Satellitennavigation - Schwerpunkt: Galileo, 2 Jahre Projektleitung
Aktueller Job: System-Ingenieurin für Satellitennavigation bei EADS Astrium

Alle Portraits:

Jan Lott

Applikationsingenieur bei Automated Precision Europe GmbH

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Tino Helmund

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Tino Helmund

Geomatiker beim Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur

Tino Helmund210x140

Wo arbeiten Sie?
Ich bin beim Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur Wiese in Halberstadt beschäftigt.
Das Büro hat 10 Mitarbeiter.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus und was sind Ihre Aufgaben?
Ich arbeite viel an einem PC-Arbeitsplatz mit einem Geoinformationssystem und auch mit anderen Softwareprodukten. Für unterschiedliche Projekte führe ich die Geodaten von verschiedenen Datenquellen zusammen und kann diese dann miteinander kombinieren und auswerten.

In der letzten Zeit habe ich mich zum Beispiel mit alten Militärbrachflächen beschäftigt. Eine vollständige Untersuchung der gesamten Fläche wäre für den Investor zu teuer gewesen, so dass ich nur die relevanten Gefahrenbereiche ermitteln sollte. Dafür habe ich mir Luftbilder aus verschiedenen Zeitepochen, Grundstücksgrenzen und Eigentümerdaten aus dem Liegenschaftskataster und die Planungen des Investors bei verschiedenen Ansprechpartnern besorgt und in meinem Geoinformationssystem lagerichtig übereinander zur Deckung gebracht. Dann konnte ich alle Informationen miteinander kombinieren und auswerten und die daraus ermittelten Flächen grafisch darstellen sowie die berechneten Koordinaten einem Vermessungstrupp für weitere Arbeiten übergeben.

Was mögen Sie besonders an Ihrer Arbeit?
Was ist besonders interessant und spannend an Ihrem Beruf?Der Umgang mit Computern macht mir insgesamt Spaß. Ich mag die unterschiedlichen Fragestellungen, für die ich oft selbstständig den Lösungsweg finden muss. Und am Ende habe ich immer ein konkretes Ergebnis, dass dann dem Auftraggeber übergeben werden kann.

Was hat dazu motiviert, den Beruf zu ergreifen?
In der Schule gehörte Geografie zu meinen Lieblingsfächern und in der Freizeit habe ich mich viel mit Computern beschäftigt. Der Geomatiker ist ein Geo-Beruf, der auch eine Verbindung zur Informatik hat.

Welche Tipps würden Sie Schülern geben, die sich für den Beruf des Geomatikers/der Geomatikerin interessieren?
Als Schüler sollte man ein Praktikum zum Beispiel bei einem Vermessungs- oder Ingenieurbüro anfragen. Dadurch kann man den Einblick in das Arbeitsumfeld bekommen und sich eine Vorstellung von den Aufgaben eines Geomatikers machen.

Welche Eigenschaften und Fähigkeiten sind nach Ihrer Meinung für den Beruf des Geomatikers/der Geomatikerin wichtig?
Man sollte keine Berührungsängste mit Computern und der Mathematik haben, da dies in allen drei Ausbildungsjahren benötigt wird.

Welche Perspektiven bietet der Beruf des Geomatikers aus Ihrer Sicht?
Der Geomatiker ist ein neuer Beruf, der noch nicht überall etabliert ist. Da man aber auch zukünftig immer mehr Geoinformationen per Smartphone abrufen möchte, wird aus meiner Sicht in der Zukunft der Bedarf an Geomatikern zunehmen.


Zur Person

Jahrgang: 1990
Ausbildung: Geomatiker beim ÖbVermIng. Wiese
Praktische Erfahrungen: 2-wöchiges Praktikum beim ÖbVermIng. Wiese
Aktueller Job: Geodatenmanagement als Querschnittsaufgabe

Alle Portraits:

Jan Lott

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Hans Ulrich Esch

Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur und Sachverständiger für Grundstücke

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Julian Daubrawa

Systemingenieur im Bereich Navigation bei EADS Astrium

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Projektleiter bei der STEG Stadtentwicklung GmbH / Stuttgart

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Geomatiker beim Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur Wiese in Halberstadt

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