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Klima & Umwelt

 

Katastrophenschutz

Ein Plan für den Notfall

Erdbeben und Tsunami, Jahrhundertsturm, Hochwasser, ein Vulkanausbruch: Auch Naturkatastrophen gehören zum dynamischen System der Erde und damit zu unserem Lebensraum. Verhindern lassen sie sich kaum. Allerdings können wir Menschen mit den richtigen Mitteln und Methoden ihre Auswirkungen abmildern. Dafür brauchen wir ein vorausschauendes Katastrophenmanagement, noch bevor die Katastrophe überhaupt eingetreten ist. Als Geodät spielst du dabei eine wichtige Rolle.

Die Erde verändert sich ständig, und nicht immer zum Wohl der Lebewesen, die auf ihr leben. Egal, ob sich solche Veränderungen schnell – Stichwort: Erdbeben – oder etwas langsamer – Stichwort: der von Menschen verursachte Klimawandel – vonstattengehen: Wenn diese Veränderungen hohe Verluste von Menschenleben, Sachwerten oder Umweltgütern nach sich ziehen, sprechen wir von einer Katastrophe.

Verhindern können wir derartige Katastrophen zwar nicht. Allerdings können wir versuchen, die katastrophalen Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Dabei helfen uns beispielsweise Risikoanalysen. Sollte das Neubaugebiet wirklich so nahe am Fluss ausgewiesen werden oder ist das eher eine schlechte Idee? Derartige Risikoanalysen sind die Aufgabe des Katastrophenschutzes, der neben zahlreichen Experten anderer Fachrichtungen auch Geodäten wie dich benötigt.

Denn du kannst raumbezogene Einheitsgrößen – also jener Raum, in dem sich die Katastrophe hoffentlich nicht ereignet, aber eben ereignen könnte – zuverlässig, genau und eindeutig erfassen. Auf dieser Grundlage kann ein gut funktionierendes Krisenmanagement überhaupt erst entwickelt und kommuniziert werden. Luft- und Satellitenaufnahmen helfen bei der Planung der Infrastruktur, beispielsweise für eine Großveranstaltung. Nicht nur die Einsatzkräfte müssen ihre Aktivitäten koordinieren, auch Besucherströme können so besser geplant, Fluchtwege gefunden werden.

Deine Daten und Messungen tragen auch dazu bei, Frühwarnsysteme für Erdbeben zu verbessern. Auch Nachhaltigkeitsanalysen können durchgeführt werden. Und im Fall der Fälle ermöglichen die von dir erfassten Geodaten, belastbare Notfallpläne zu aufzustellen, zu koordinieren und auszuführen. Aus diesen Daten ist dann zum Beispiel ersichtlich, welche Straßen nach einer Katastrophe noch mit welchen Fahrzeugen befahrbar sind, wo es Trinkwasserstellen bzw. ärztliche Versorgung gibt und wo welches Material zum provisorischen Wiederaufbau lagert. Du kannst also mithelfen, die Auswirkung einer Katastrophe so klein wie möglich zu halten und im Ernstfall am Wiederaufbau mitwirken.

Quelle: © ZKI/DLR
Zum Evangelischen Kirchentag im Jahr 2017 in Wittenberg wurden rund hunderttausend Besucher erwartet. Die Luftbildaufnahmen zeigen die Infrastruktur der Veranstaltung und ermöglichen es den Einsatzkräften, ihre Aktivitäten besser zu planen.

Technik & Industrie

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