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Technik & Industrie

 

Building Information Modelling

3D Modell statt 2D Bauplan

Bevor der erste Spatenstich gesetzt ist, kannst du in deinem künftigen Heim bereits auf Erkundungstour gehen, einen Blick aus dem Fenster werfen, ein wenig Inneneinrichtung planen, und welche Leitungen verstecken sich eigentlich wo hinter der Wand? BIM macht es möglich.  BIM will weg von zweidimensionalen Bauplänen und hin zum digitalen 3D Modell, das weit mehr als nur die reine Geometrie liefert, sondern das gesamte Vorhaben ganzheitlich erfasst. Mitten drinnen bei BIM: Geodäten, die mit ihren Messverfahren die raumbezogenen Daten eines Gebäudes festlegen und das Gebäudemodell updaten.

Das Building Information Modelling, kurz BIM, ist eine kleine Revolution im Bauwesen. Alle Beteiligten an einem Bauvorhaben stellen ihre gesamten Daten und Pläne zentral in einem einzigen Modell zu Verfügung. Die Liste dieser Beteiligten ist lang, umfasst Architekten, Elektroingenieure,Haustechniker,Bauingenieure,Umweltingenieure, Bauunternehmer,Tragwerksplaner... und natürlich die Geodäten.

Somit ist BIM vor allem eine Methode, die dafür sorgen soll, dass die richtige Information zur richtigen Zeit bei der richtigen Person landet – was durchaus hilft, böse Überraschungen zu vermeiden. Hat es sich der Bauherr vielleicht anders überlegt und möchte größere Fenster haben? Mit BIM muss dies nur noch an einer Stelle zentral geändert werden und schon greift diese Änderung auf alle beteiligten Bereiche über. Schließlich sind größere Fenster nicht nur eine optische Entscheidung, sondern auch der Statiker und der Haustechniker würden gerne davon erfahren. Mit BIM kannst du so unmittelbar neue Leitungswege (Steckdose weiter links!), Kostenkalkulationen (Steigen die Heizkosten?) und Zeitpläne (Sind die Fenster überhaupt schon lieferbar?) erstellen.

BIM soll ein effizientes Arbeiten ermöglichen, egal ob bei einem Reihenhaus, einem Schulgebäude oder einem ganzen Flughafen. Das möchte beispielsweise auch die Deutsche Bahn, die derzeit den Umbau des Hauptbahnhofs in Hannover plant – mit BIM erreichen. Als Geodät bist du dabei von Anfang an mit von der Partie, denn schon für Bestandsaufnahme und die Erfassung der Gebäudegeometrie setzt du Laserscanner ein, um an 120 Standorten den Bahnhof komplett digital zu erfassen. Das Ergebnis ist eine Punktwolke gigantischen Ausmaßes und eine fotorealistische Erfassung des Bahnhofs. Diese Daten bilden die Grundlagen für das gesamte weitere Modell. Mit BIM will die Bahn den Umbau so kurz und damit auch die Beeinträchtigungen dadurch für ihre Kunden so gering wie möglich halten.

BIM bedeutet parallele Planung statt einem einem Schritt nach dem anderen, ein übergreifendes Gesamtmodell statt einzelner Pläne und ein virtuelles Bauen lange vor dem ersten Spatenstich. Für uns Geodäten ändern sich dadurch in Zukunft viele Dinge. Vor allem aber macht BIM unseren Beruf durch den Einsatz modernster Mess- und Auswertetechnologien und durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Bauingenieuren und anderen Beteiligten umso spannender.

Dieses BIM-Modell zeigt das Fakultätsgebäude für Bauingenieurwesen der RWTH Aachen. Dabei steckt in dem Modell aber weit mehr als nur die reine Geometrie des Gebäudes.

Quelle: http://www.gia.rwth-aachen.de/BIM

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