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Crashtests

Erste Hilfe für den Crashtest-Dummy

Bevor ein neues Fahrzeug auf den Straßenverkehr losgelassen wird, muss es erst einmal den ein oder anderen Test über sich ergehen lassen – inklusive Crashtests. Auf den ersten Blick mögen die Geodäsie und die absichtliche Zerstörung von Autos zwar nicht viel miteinander zu tun haben. Der zweite Blick aber zeigt, dass auch bei Crashtests räumliche Informationen eine große Rolle spielen.

Du kennst die Videos: ein Dummy, ordentlich angeschnallt, aber glücklicherweise nicht lebendig, um ihn herum ein Auto. Das Auto rast auf eine Wand zu, der Dummy schnellt nach vorne in den sich öffnenden Airbag. Das Auto mag hinterher Schrott sein – allerdings Schrott, der seinem Hersteller wichtige Informationen liefert. Denn dieser führt derartige Tests durch, um herauszufinden, wie genau sich das Fahrzeug in unterschiedlichen Kollisionssituationen verhält. Somit liefern Crashtests entweder die Bestätigung der gewünschten Fahrzeugsicherheit, wenn statt Dummys du selbst darin Platz nehmen solltest, oder aber sie decken Schwachstellen auf, die behoben werden müssen. Solche Crashtests finden meistens in speziellen Versuchsanlagen statt, in denen das Fahrzeug gegen verschiedene Hindernisse gelenkt wird. Du kannst Spezialkameras nutzen, um genau zu verfolgen, wo sich das Fahrzeug wie unter den verschiedenen Bedingungen verformt und deformiert. Handelt es sich um ein starres Hindernis, wie ein Betonpfeiler oder eine Wand, oder um eines, das selbst verformt werden kann wie ein anderes Fahrzeug? Auch die Geschwindigkeit spielt eine Rolle. Du kannst mit optischen 3D-Messmethoden quasi Geoinformatik im Miniaturformat betreiben und so genau herausfinden, wie es den Insassen im Fahrzeug bei einem solchen Crash ergeht. Dummy-Insassen und Fahrzeug sind nämlich mit optisch erfassbaren Messpunkten ausgestattet, welche die Spezialkameras erfassen können. Solche Messmethoden machen nicht nur Fahrzeuge, sondern auch Flugzeuge und Schiffe sicherer – und haben schon so manches Leben gerettet.

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