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Klima & Umwelt

 

Wann kommt die Flut?

Geodäsie und Hochwasserschutz

Wenn man zu nah am Wasser gebaut hat, sollte man Vorkehrungen treffen. Aber es sind nicht nur die zunehmende Nutzung von gewässernahen Bereichen, sondern auch klimatische Einflüsse und Veränderungen, die den Hochwasserschutz immer wichtiger machen. Zu einem solchen Hochwasserschutz tragen auch Geodäten bei: Du hilfst somit, die Schäden durch Hochwasser zu begrenzen und unseren Lebensraum Erde zu sichern.

Hochwasser und Überflutungen, die beispielsweise durch lang anhaltenden oder starken Regen entstehen können, sind erdgeschichtlich gesehen beileibe keine seltene Überraschung. Stattdessen stellen sie mit all ihren Begleiterscheinungen wie etwa Schlammlawinen eine natürliche Regelmäßigkeit dar. Das ist natürlich wenig tröstlich, wenn der Keller unter Wasser steht oder das Auto permanent absäuft. Leider waren die Fragen nach dem genauen Wann und Wo eines Hochwassers schon immer schwierig zu beantworten.

Dass die Prognosen relativ unsicher sind, hat mehrere Gründe. Einerseits ändert sich das Klima schneller als gedacht. Andererseits ist die natürliche Entwicklung von Fließgewässern kaum planbar. Und dann sind da auch noch wir Menschen. Wir greifen in den Naturhaushalt ein, indem wir die Erdoberfläche mit unseren Gebäuden und unseren Straßen versiegeln oder Grünland in weniger versickerungsfähiges Ackerland umwandeln.

Deshalb ist es unerlässlich, den Wasserkreislauf genau zu erforschen. Das geht nur gemeinsam: Hydrologen, Meteorologen, Geologen, Geophysiker und Geodäten arbeiten zusammen, um die Risiken von Hochwasser besser abzuschätzen und um sichere Vorhersagen treffen zu können. Und du kannst dazu mit verschiedenen geodätischen Techniken beitragen. Durch Satellitengeodäsie und Fernerkundung kannst du die Erdoberfläche mit all ihren Details erfassen. Und daraus lassen sich wiederum zuverlässige Modelle erstellen, die sowohl einen bestmöglichen Hochwasserschutz garantieren als auch die Erstellung von Notfallplänen unterstützen.

Im Bereich der Landentwicklung kannst du dich beispielsweise im Werkzeugkasten der Vorsorge bedienen, indem du Flurneuordnung betreibst. Denn bei jeder Planung neuer Wege- und Gewässernetze ist es sehr wichtig, dafür zu sorgen, dass Wasser zurückgehalten wird und langsam und geregelt abfließen kann. Das kannst du schaffen, indem Wasserläufe renaturiert und Verdunstungs- und Versickerungsbecken eingeplant werden. Dort wird das Wasser zurückgehalten und der Abfluss verlangsamt.

Darüber hinaus kannst du im Fall des Falles den technischen Hochwasserschutz unterstützen, indem du passende Flächen für seine Maßnahmen bereitstellst, die dann eben nicht anderweitig bebaut werden. Große Rückhaltebecken und Dammrückverlegungen können so schnell und einfach umgesetzt werden – im Fall der Fälle, wenn die Flut kommt.

Hochwasser kommt regelmäßig. Um die Schäden so gering wie möglich zu halten, haben Geodäten entsprechende Überflutungsflächen ermittelt.

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