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Navigation & Mobilität

 

3D-Stadtmodelle

Stadtplan + Höhenangabe = 3D-Stadtmodell?

Große Pläne und Karten bei Wind und Wetter auseinanderfalten war früher, heute navigiert man bequem auf mobilen Geräten in virtuellen 3D-Stadtmodellen. Toll, aber ist das wirklich besser? 3D-Stadtmodelle erfüllen andere Zwecke als Karten - und man kann sich in ihnen auch nicht verlaufen.

Das menschliche Auge ist durch seine Sehgewohnheiten im Fernsehen, Kino oder bei Computerspielen verwöhnt. Fiktive animierte Welten sollen deshalb so real wie möglich erscheinen. Zweidimensionale Karten sind den Nutzern meist zu abstrakt. Schließlich fällt es nicht jedem leicht, die Welt auf ihr Abbild in Form von Punkten, Linien und Flächen zu reduzieren oder sogar durch Signaturen, Schrift und Diagramme zu ergänzen.

3D-Stadtmodelle erzeugen auf dem Monitor oder dem Handy ein virtuelles Bild der urbanen Umgebung. Die ersten Städte in der Welt, die sich fast vollständig in 3D präsentierten, waren Berlin, Dresden und Hamburg. Modern ist, was gefällt - jetzt wollen es alle anderen auch. Um solch ein 3D-Stadtmodell zu erstellen, braucht man unterschiedlichste Daten, nicht nur geodätische, sondern auch Daten anderer Fachdisziplinen mit Raumbezug, denn die Visualisierung ist nur ein Nutzungszweck von vielen.

Digitale Geländemodelle, 3D-Gebäudedaten, Informationen über Verkehrswege, Vegetation und vieles mehr liefern die Datenbasis für die 3D-Stadtmodelle. Diese werden für die Stadtplanung, den Katastrophenschutz und natürlich für die Navigation benötigt. Je nach Zweck und Aufgabe liegen sie in fünf unterschiedlichen Stufen der Detaillierung (Level of Detail, LoD) vor. Die niedrigste Stufe (LoD 0) beinhaltet das digitale Geländemodell, das auf ein Satelliten- oder Luftbild oder eine Karte drapiert ist. Die höchste Stufe (LoD 4) stellt ein detailliertes Gebäudemodell mit Innenräumen dar.

Es gibt verschiedene Software zur Erstellung von 3D-Stadtmodellen, zum einen die aus der Geoinformatik, und zum anderen jene aus dem Bereich der Computergrafik sowie die Adaptionen aus anderen Bereichen, z.B. den Game-Engines. Dazu existieren verschiedene Datenformate, mittlerweile auch ein Datenaustauschformat und ein internationaler Standard. Dieser Standard, genannt CityGML, wurde von deutschen Geodäten für die OGC (Open Geospatial Consortium) erarbeitet.

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