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Klima & Umwelt

 

Wo die Sonne wie viel scheint

Solarenergie für den Klimaschutz

Wenn wir nicht wollen, dass es auf unserem Planeten noch zu unseren Lebzeiten ungemütlich warm wird, was einige klimatische Verwerfungen sowie die eine oder andere Katastrophe nach sich zieht, müssen wir uns etwas einfallen lassen. Zum Beispiel, möglichst schnell von den bislang noch üblichen fossilen Brennstoffen wegzukommen, die zwar derzeit in Deutschland den Großteil unseres Energiebedarfs decken, aber auch tagtäglich mehr Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre schicken, als diese vertragen  kann. Könnten wir nicht zumindest einen Teil unseres Energiebedarfs decken, indem wir Energie aus einer unerschöpflichen Quelle gewinnen – der Sonne?

Ja. Wir können. Natürlich wird auch in Deutschland Solarenergie gewonnen. Photovoltaikanlagen auf Dächern und auf Feldern – grasende Schafe darunter optional – sind kein ungewöhnlicher Anblick mehr. Aber wo der beste Standort für solche Anlagen ist, ist nicht immer offensichtlich. Geodäten können hier helfen, beispielsweise im Rahmen des Forschungsprojekts Sun Area. Städte und Regionen können mithilfe von Sun Area nämlich ihr solares Energiepotenzial berechnen und so herausfinden, wo sich Plätze für neue Photovoltaikanlagen lohnen.

Dabei ist das Prinzip dahinter einfach. Flugzeuge können mithilfe von Laserscannern alle Dachflächen aufmessen. Denn während das Flugzeug ein Gebiet überfliegt, kann der Laser an Bord messen, wie weit alle Objekte am Erdboden entfernt sind. Heutige Laserscanner schaffen bis zu 100 000 Entfernungsmessungen pro Sekunde und erzeugen so digitale Höhenmodelle mit einer Abweichung von lediglich einem halben Meter. In diesen Höhenmodellen kann der Geodät dann die Dachflächen ermitteln, die für die Gewinnung von Solarenergie geeignet sind. Nach Norden gerichtete Flächen gehören beispielsweise nie dazu - denn im Norden steht die Sonne nie.

Diese Daten kombinieren die Geodäten bei Sun Area mit Daten des Deutschen Wetterdienstes DWD. Der DWD liefert den Globalstrahlungswert, der für jeden beliebigen Ort Deutschlands die mittlere monatliche Tagessumme der Sonnenstrahlung berechnet. So können die Geodäten letztendlich die Einstrahlungsenergie auf den Dachflächen ermitteln. Und sie fanden heraus, dass sich in Deutschland rund zwanzig Prozent der Dachflächen für die Nutzung von solarer Energie eignen. Tatsächlich würden diese zwanzig Prozent ausreichen, um den Strombedarf aller privaten Haushalte zu decken.

Osnabrück machte 2007 den Anfang und ließ als erste Stadt überhaupt ein sogenanntes Solarkataster erstellen. Die Einwohner Osnabrücks können nun einfach im Netz nachschauen, ob und wie ihr Dach für die Solarenergiegewinnung geeignet ist. Inzwischen gibt es derartige Solarkataster für rund tausend Kommunen, unter anderem für das gesamte Bundesland Hessen mit über 21 000 Quadratkilometern Fläche. Mit Sun Area gelingt es Geodäten somit, das Solarpotenzial für große Gebiete vollautomatisch zu erfassen und ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Nicht jedes Dach eignet sich gleich gut für eine Photovoltaik-Anlage - hier scheint aber alles zu passen

Bildquelle: Pixabay

 

 

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